Die Nutzung des Sportplatzes im Katastrophenfall

Nachdem das Hochwasser zurückgegangen war, trat der Sportbetrieb verständlicherweise komplett in den Hintergrund. Die zerstörte Spielfläche wurde umgehend für die akute Nothilfe zweckentfremdet. Zunächst diente das Areal als strategisch wichtiger Hubschrauberlandeplatz und zentraler Umschlagplatz für die lebensnotwendige Versorgung der umliegenden Ortschaften im Ahrtal.

Im weiteren Verlauf der Wochen und Monate wurden auf dem Gelände ein großes Versorgungszelt sowie zahlreiche Wohncontainer für Flutbetroffene, freiwillige Helfer und behördliche Einsatzkräfte errichtet. Schwere Bau-, Tank- und Kranfahrzeuge prägten über lange Zeit das Bild des einstigen Sportgeländes, während das schwer beschädigte Vereinsheim zwischenzeitlich vollständig abgerissen werden musste.

Nachdem die Landesregierung den offiziellen Katastrophenfall schließlich für beendet erklärte, wurde der Platz geräumt, die Versorgungszelte demontiert und die Wohncontainer abgebaut. Zurück blieb ein derart stark beschädigtes Gelände, dass ein regulärer Spielbetrieb vollkommen unmöglich war.

Die Seniorenmannschaften der gesamten Verbandsgemeinde standen vor dem Nichts und mussten fortan auf wenige, höher gelegene Plätze in der Region ausweichen – verbunden mit erheblichen organisatorischen Hürden und langen Anfahrtswegen.

Um zumindest den Kindern und Jugendlichen im Verein wieder eine Perspektive zu bieten, konnte mithilfe von Spendengeldern ein provisorisches Kleinspielfeld errichtet werden. Dies verschaffte der Jugend die dringend notwendige Möglichkeit, wieder zu trainieren und erste Spiele auszutragen.


Hürden und Pläne für den Wiederaufbau

Im Zuge des allgemeinen Wiederaufbaus wurden zügig verschiedene Zukunftsausrichtungen diskutiert. Ein ambitionierter Plan sah den gemeinsamen Bau einer interkommunalen Sportstätte zwischen den Gemeinden Ahrbrück und Kesseling vor.

Dieses Projekt scheiterte jedoch letztendlich am Widerstand der Eigentümer einiger Kleinstgrundstücke, die für die Umsetzung benötigt worden wären. Daraufhin konzentrierte sich der ABK 54 entschlossen darauf, das Spielfeld sowie ein neues Vereinsheim auf der historisch angestammten Fläche wiederherzustellen.

Im Zuge der Planungen stellte sich zudem heraus, dass einige frühere negative Entscheidungen auf unzutreffenden Annahmen basierten, was den Weg für eine Reaktivierung des Standorts ebnete.


Zukunftskonzept und sportliche Infrastruktur

Das primäre Ziel des ABK 54 ist die zeitnahe Schaffung einer modernen Sportstätte. Diese soll nicht nur den Bedarf des Vereins decken, sondern auch eine wichtige Säule für die lokale Bildungsinfrastruktur bilden.

Insbesondere die nahegelegene Denntalschule, die sich im Zuge der Konversion eines ehemaligen Fabrikgeländes künftig deutlich vergrößern wird, ist auf diese Sportanlagen angewiesen.

Das geplante Vereinsheim wird als multifunktionales Gebäude konzipiert. Neben den obligatorischen Dusch- und Sanitäranlagen soll es flexible Trainingsmöglichkeiten für Kleingruppen bieten. Ein integrierter Besprechungsraum ist so ausgelegt, dass er für offizielle Vereinsveranstaltungen genutzt werden kann, bei Bedarf aber auch anderen lokalen Vereinen sowie Familien für Feierlichkeiten zur Verfügung steht.

Die sporttechnische Planung der neuen Anlage sieht eine umfassende Ausstattung vor, die den Anforderungen moderner Wettbewerbe gerecht wird. Das geplante Spektrum umfasst:

  • eine integrierte 100-Meter-Laufbahn für Sprintdisziplinen
  • eine professionelle Sprunggrube für den Weitsprung
  • Anlagen für den Schlagballweitwurf
  • Infrastruktur zur Ausrichtung regionaler Sportfeste
  • eine umlaufende Laufbahn um das Hauptfeld
  • eine normgerechte Platzgröße, die eine Zulassung des Spielbetriebs bis hin zur Bezirksliga ermöglicht

Für die erfolgreiche Umsetzung dieses Großprojekts setzt der Verein auf eine enge und konstruktive Zusammenarbeit mit den politischen und bürokratischen Entscheidungsträgern auf allen Ebenen. Gleichzeitig baut der ABK 54 auf die finanzielle Unterstützung durch Sponsoren sowie auf das bewährte ehrenamtliche Engagement seiner treuen Mitglieder.

 

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